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Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Bachelorarbeit und Kolloquium

Auf dieser Seite befindet sich eine Übersicht häufig gestellter Fragen sowie dazugehöriger Antworten zur Bachelorarbeit und dem Kolloquium. Häufig stammen diese Fragen aus E-Mails und persönlichen Gesprächen mit den Studierenden. Diese sollen auf diesen Seiten gesammelt und kommentiert zur Verfügung gestellt werden, so dass alle zukünftigen oder sich gerade am Beginn der Bachelorarbeit befindlichen Studierenden davon profiteren.

Bachelorarbeit

Darf man Texte aus der WAI2-Arbeit, teilweise auch wörtlich, übernehmen?

Grundsätzlich sollten Sie solche Texte behandeln wie Textstellen aus anderen externen Arbeiten, d.h., Sie müssen auch diese Textstellen entsprechend referenzieren, da Sie sich sonst der Gefahr des "Self-Plagiarism" aussetzen. Self-Plagiarism stellt eine Verletzung der guten wissenschaftlichen Praxis dar.

Bei größeren Textstellen können Sie beispielsweise in Form einer Referenz oder eines ergänzenden Textes angeben, dass Sie die nachfolgenden 1-/2-/3-/n-Abschnitte aus der WAI2-Arbeit entnommen haben.

Beachten Sie bitte, dass Transparenz und Klarheit das oberste Gebot ist.

Worauf muss man achten, wenn man die Bachelorarbeit in einem Unternehmen schreibt?

Es liegt nahe, die Bachelorarbeit in dem Unternehmen der Praxisphase zu schreiben – und viele Studierende machen Gebrauch von dieser Möglichkeit (auch wenn dies nicht zwingend erforderlich ist). Das Unternehmen stellt hierbei idR ein Thema, welches dann im Rahmen der Bachelorarbeit bearbeitet wird. Da diese Themen idR einen hohen Praxisbezug und Implementierungsanteil haben, gilt es folgendes zu beachten:

  • Leider beobachten wir gelegentlich, dass im Rahmen der BA vor allem die Implementierung beschrieben wird. Dies ist für eine BA nicht ausreichend und führt zu keiner guten Beurteilung.
  • Achten Sie deshalb darauf, dass die Problemstellung im Vordergrund steht; nicht die Implementierung!
  • Entwickeln Sie Untersuchungsfragestellungen (=Research Questions), deren Beantwortung einen Beitrag zur Lösung der Problemstellung liefern.
  • Führen Sie eine strukturierte und systematisierte Anforderungsermittlung durch; die NZSE-Unterlagen helfen Ihnen hierbei.
  • Evaluieren Sie Ihren Lösungsansatz! Eine Implementierung sagt nichts darüber aus, wie "gut" eine Lösung/Umsetzung ist. Auch hier hilft ein Blick in die NZSE-Unterlagen.
  • Wägen Sie Ihren gewählten Ansatz gegen vergleichbare Ansätze ab; diskutieren Sie in welchen Punkten Ihr Ansatz besser oder schlechter ist
  • Beschreiben Sie den gewählten Ansatz im Detail, nicht die Implementierung. Die Implementierung ist nur eine Umsetzungsmöglichkeit von vielen; entscheidend ist der Lösungsansatz.
  • Trennen Sie Lösungsansatz von Implementierung; dies sind zwei unterschiedliche Dinge.
  • Bedenken Sie, dass in den meisten Fällen die Interessen des Unternehmens in einer (raschen) Umsetzung (Implementierung) der Aufgabenstellung liegen. Bei der Bachelorarbeit geht es jedoch darum, einen geeigneten Lösungsansatz für eine nicht triviale Fragestellung durch Anwendung eines ingenieursmäßgien Vorgehens und unter Einhaltung der Prinzipien der guten wissenschaftlichen Praxis zu entwickeln. Die Umsetzung ist nur ein Beitrag unter vielen weiteren Aspekten.
  • Stimmen Sie offene Punkte frühzeitig mit Ihrer Betreuer*in ab
Darf man Praxisphase und Bachelorarbeit parallel durchführen?

Nein, dies ist studienrechtlich leider nicht möglich, da es sich hierbei um zwei unterschiedliche Bausteine Ihres Studiums handelt.

Darf man das Thema aus der Praxisphase in der Bachelorarbeit aufgreifen und dort weiter behandeln?

Ja das ist möglich.

Sie sollten jedoch sehr genau darauf achten, dass es sich bei der Bachelorarbeit um eine akademische Abschlussarbeit handelt, die nach den Richtlinien der guten wissenschaftlichen Praxis verfasst sein muss und die wesentliche Merkmale wissenschaftlicher Arbeiten enthalten muss. Die entsprechenden Grundlagen haben Sie in Ihrem WAI-Kursen (hoffentlich) gelernt.

Bitte beachten Sie, dass eine Bachelorarbeit keine Projekt- oder Implementierungsbeschreibung ist. Dieser Fehler wird häufig begangen, wenn die Arbeit bzw. das Thema aus einem Unternehmen heraus gestellt wird.

Ist der Praxisphasenbericht das Exposé der Bachelorarbeit?

Nein.
Beide Dokumente erfüllen unterschiedliche Zwecke und sind dementsprechend anders ausgerichtet und gegliedert.

Gibt es Zusatzangebote oder Veranstaltungen in denen man nochmal erfährt, was in/bei der Bachelorarbeit wichtig ist?

Ja.

In jedem Semester biete ich und andere KollegInnen das "Vorbereitungsseminar zur Bachelorarbeit" an. Das ist ein 2,5 CP-Modul in dem die wichtigsten Themen bei der Erstellung der Bachelorarbeit anhand anschaulicher Beispiele und Fallstudien behandelt werden.

Kolloquium

Was ist das Kolloquium?

Das Kolloquium ist die mündliche Verteidigung der Abschlussarbeit.

Es besteht in der Regel aus den folgenden 3 Teilen:

  • einem mündllichen Vortrag (Präsentation) in deutscher oder englischer Sprache
  • einem Frage- und Antwortteil
  • der Notenfeststellung
Wann findet das Kolloquium idR statt?

Bei Bachelorarbeiten idR ca. 2 Wochen nach Einreichung der Bachelorarbeit.

In dieser Zeit lesen Erst- und Zweitgutachter die Arbeit und erstellen das Gutachten.

Der Kolloquiumstermin wird durch die Erst- und Zeitgutachter festgelegt und den Studierenden vorab per Email mitgeteilt.

Wie ist der zeitliche Ablauf eines Kolloquiums?

Das Kolloquium einer Abschlussarbeit dauert idR 1 Stunde.

Diese setzt sich zusammen aus:

  • Vortrag: Dauer max. 15 - 20 Minuten (sharp!) bei Bachelorarbeiten
  • Frage- und Antwortteil: ca. 30 Min.
  • Notfeststellung: ca. 10 Min. (diese findet nicht-öffentlich zwischen den Betreuern statt)
  • Notenmitteilung und Feedback: ca. 5 Min.
Ist die vorgegebene Vortragsdauer strikt einzuhalten?

Ja, die vorgegebene Vortragsdauer ist strikt einzuhalten. Überschreitungen führen zu einer Abwertung der Kolloquiumsnote.

Das ist keine Gängelung unsererseits sondern soll Sie darauf vorbereiten, zeitliche Vorgaben als verpflichtend anzusehen und strikt einzuhalten. Dies ist insbesondere für die reibungslose Durchführung von Großveranstaltungen mit mehreren Vorträgen und parallelen Tracks eine wesentliche Bedingung. Auch ermöglicht dies eine Gleichbehandlung der Studierenden.

Wie läuft der Bewertungs- bzw. Notenfestsetzungsprozess ab?

Erst- und Zweitgutachter beurteilen die schriftliche Ausarbeitung vorab separat und vergeben hierfür einen Notenvorschlag. Zeitgleich wird ein Gutachten erstellt, in dem wesentliche Aspekte der Arbeit beurteilt und bewertet werden. Im Rahmen der Notenfestsetzung wird aus beiden Notenvorschlägen eine gemeinsame Note für den schriftlichen Teil der Abschlussarbeit abgeleitet.

Das Kolloqium wird von beiden Gutachtern separat bewertet und auch hier eine gemeinsame Note vergeben.

Die Note der schriftlichen Arbeiten geht 3-fach, die Kolloquiumsnote 1-fach in die Abschlussnote ein.

Wann erfahre ich die Note?

Direkt nach der Notenfeststellung durch Erst- und Zweitgutachter wird diese dem Studierenden mündlich mitgeteilt – häufig zusammen mit einer Darlegung der pos. und neg. Aspekte der Abschlussarbeit.

Darf ich Freunde / Bekannte / Familienangehörige / KollegInnen mit zum Kolloquium bringen?

Ja.

Das Kolloquium ist – bis auf die Notenfestlegung – eine hochschulöffentliche Veranstaltung, die auch von Nicht-Hochschulangehörigen besucht werden kann.

Sie dürfen die Koordinaten des Kolloquiums (Raum & Zeit) gerne auch an Interessierte weitergeben und diese zum Kolloquium einladen.

Wie läuft das Kolloqium in Corona-Zeiten ab?

Normalerweise findet der Termin an der Hochschule in Form eines öffentlichen Präsenzetermins statt.

In Corona-Zeiten ist das nicht möglich. Hier verwenden wir die Software BigBlueButton und führen das Kolloquium online unter Zuhilfenahme von Webcam, Screensharing, etc. durch.

Die Kolloquiumstermine stimmen Erst- und Zweitgutachter vorab mit dem Studierenden ab.

Der Ablauf und die zeitlichen Rahmenbedingungen bleibt unberührt.


Letztes Update: 15. December 2025